SSV Rodewald 1921 e.V.

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Nach der Fusion beider Vereine mussten sich die Fußballer erst einmal zusammenfinden. Es galt, neue Mannschaften zu bilden, was auf dem Papier sicher einfacher als auf dem Platz war. Ebenfalls 1975 wurde aufgrund der Gebietsreform der Fußballkreis Neustadt aufgelöst und der SSV Rodewald nahm am Spielbetrieb im NFV Kreis Nienburg teil. Die 1. Herren-Mannschaft spielte in der 2. Kreisklasse, die 2. und 3. Mannschaft spielten in der 3. Kreisklasse. Weiterhin konnten eine Altherren-, eine A-Jugend-, eine B-Jugend-, zwei C-Jugend- und eine E-Jugend-Mannschaft gemeldet werden.

Trainer waren in den folgenden Jahren die Rodewalder Egon Niederhöfer und Ulrich Knigge und der Sportlehrer Reiner Skotzki. Willi Hopmann, der schon vor dem Zusammenschluss Spartenleiter beim TSV war, nahm die Zügel in die Hand und führte die Sparte Fußball bis zum Jahre 1985. Ihm stand mit Heinrich Bartling ein sehr engagierter Betreuer der 1. Herrenmannschaft zur Seite. Die erfolgreiche Trainerarbeit von Roberto Sadocco zahlte sich in der Spielserie 1981/82 aus. Die 1. Mannschaft stieg als Vizemeister hinter der JG Oyle in die Kreisliga auf. Der absolute Höhepunkt war der 3:2 Erfolg im Kreispokalendspiel am 29.05.82 in Stöckse gegen den ASC Nienburg II. Der SSV wurde vom lautstarken Anhang angefeuert und Joachim Runge konnte mit seinem Treffer in der 90. Minute nach Toren von Jörg Skrzipczyk und Hans-Jürgen Runge den Sieg klarmachen.

Im Bezirkspokal schaltete man am 08.08.82 die Bezirksklassemannschaft des SC Haßbergen mit einem 2:0 aus. Zehn Tage später kam dann das Aus gegen die Bezirksoberligamannschaft des TSV Isernhagen, dem man sich mit 2:6 geschlagen geben musste.

Im ersten Jahr in der Kreisliga spielte der SSV stark auf und wurde Vizemeister. Wieder erreichte man das Pokalfinale, verlor jedoch in einem denkwürdigen Spiel in Husum mit 5:7 nach Verlängerung gegen den LSV Landesbergen. 1986 folgte dann der Abstieg in die 1. Kreisklasse. Auch die 2. Mannschaft stieg ab in die 3. Kreisklasse.

Die Jugendmannschaften spielten dank engagierter Tätigkeit Wilfried Westermann fast ständig in den höchsten Klassen auf Kreisebene, mussten dann aber mit den geburtenschwachen Jahrgängen kämpfen, so dass Spielgemeinschaften gebildet werden mussten.

1993 trat nach über 30jähriger Amtszeit Wilfried Westermann vom Posten  des Fußballjugendleiters zurück. An seine Stelle trat der damals erst 20jährige Karsten Wichmann. Dank engagierter Jugendtrainer konnte die Jugendabteilung innerhalb kürzester Zeit wieder in allen Altersklassen Mannschaften melden. Auch einige Erfolge mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft sowie Pokalsiegen stellten sich ein.

1995 mussten die 1. Mannschaft erneut absteigen. Diesmal in die 2. Kreisklasse. Man schaffte aber unter Trainer Bernd Behrens den sofortigen Wiederaufstieg. Trotz großen Kampfes gelang es nicht die Klasse zu halten, und so stieg die 1. Mannschaft 2002 erneut in die 2. Kreisklasse ab. Markus Werner übernahm das Amt des Trainers und beendete seine aktive Laufbahn als Spieler, um sich voll auf seine neue Aufgabe zu konzentrieren. Ihm gelang 2003 mit Hilfe der Spartenleitung die Verjüngung der Mannschaft und der sofortige Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse.

Zwischenzeitlich gelang konnte immer wieder für zwei oder drei Spielzeiten eine eigenständige Drittvertretung zum Spielbetrieb angemeldet werden. Im Jahre 2007 schaffte dann die Zweitvertretung nach einer tollen Serie den Sprung in die 2. Kreisklasse, der man in den 1990er Jahren schon angehörte.

Aber auch die Erstvertretung zeigte sportlich ansprechende Leistungen und spielte mit seiner verjüngten Mannschaft immer um die Tabellenspitze mit. Schlussendlich langte es jedoch nie, um ein Wort um den Aufstieg mitzureden. So verließen immer wieder talentierte Spieler den SSV Rodewald, um sich bei höherklassigen Vereinen zu behaupten.

Dieser Aderlass führte dann in der Serie 2008/09 wieder in die unteren Tabellengefilde, der Abstieg konnte jedoch verhindert werden. Trainer Markus Werner, der mittlerweile auch das Amt des Spartenleiters ausübte und dabei von Christian Lux als Jugendleiter (seit 2005 im Amt) unterstützt wurde, entschied sich, von seinem Traineramt zurückzutreten. Für die neue Spielzeit 2009/10 konnte dann der ehemalige Fußalljugendleiter Karsten Wichmann als Trainer der 1. Herren gewonnen werden.

Auch der Kader sollte ein neues Gesicht erhalten. Mit den Ur-Rodewaldern Marcel Kopperman, Rene Koppermann, Kristof Schiwietz, Philipp Schlicht und Alexander Weiler vom SV BE Steimbke sowie Christian Herburg aus der A-Jugend des ASC Nienburg kommend, wurde der Konkurrenzkampf angeheizt. Dank der guten Jugendarbeit standen erneut genügend Spieler zur Verfügung, um wieder eine Drittvertretung ins Rennen zu schicken.

Schon im ersten Anlauf gelang der 1. Herren der Aufstieg in die Kreisliga. Dafür musste man jedoch als Tabellenzweiter hinter dem FC Holtorf ein Entscheidungsspiel im Stadion des FC Nienburg gegen die Zweitvertretung des RSV Rehburg bestreiten, die Tabellenzweiter der Südstaffel der 1. Kreisklasse wurden. In diesem Aufstiegsspiel vor ca. 600 Zuschauern benötigen die Rodewalder nur zehn Spielminuten um die Nervosität abzulegen um dann mit einem wahren Play-Off den Gegner mit 6:0 (3:0) zu demontieren. Dieser Aufstieg wurde gebührend beim Vereinswirt Bernfried Höper gefeiert. Aber auch das spätere Kreisligabankett bei „Musti“ im Pegasos war legendär!

Die Drittvertretung musste leider mangels Spielermasse zum Saisonstart 2012/13 wieder abgemeldet werden. Stattdessen ging man erstmals mit der SG Wendenborstel eine Spielgemeinschaft im Bereich der Altherren und Alt-Senioren ein, die sich auf Anhieb als sehr fruchtbar erwies.

Seit Januar 2013 gibt es um Karsten Wichmann und seinem Stellvertreter Kai Ohlendorf auch eine neue Spartenleitung, die die zuvor vakanten Posten übernahmen. Zur Saison 2013/14 konnte mit Falk Wöhlke erstmals seit über 25 Jahren wieder ein auswärtiger Trainer, der seine Wurzeln nicht im SSV Rodewald hat, verpflichtet werden um die Erstvertretung langfristig in der Kreisliga zu etablieren.

Nach vier Jahren Kreisligazugehörigkeit musste die Erstvertretung dann leider doch wieder den Gang in die 1. Kreisklasse Nord antreten. Trotz teilweiser guter Leistungen vermochte die Wöhlke-Riege nicht, ihre oftmals guten Torchancen zu nutzen. Als Tabellenvorletzter stand somit der Abstieg fest. Mit frischen Kräften versuchen die Mannen um Kapitän Andreas Tripus in der Spielzeit 2014/15 ein Wort um den Aufstieg mitzureden. Als Topfavorit gilt hier aber der SV Inter Komata.

Die Saison nach dem Wiederabstieg begann verheißungsvoll für die SSVer. Lange Zeitn lieferte sich die Wöhlke Riege ein Kopf an Kopfrennen mit dem Topfavoriten SV Inter Komata um den Platz an der Sonne. Auch der SSV war über einen längeren Zeitraum Tabellenführer. In der Rückrunde gab es jedoch zwei unnötige Niederlagen so dass der SV Inter Komata am Ende souverän den Staffelsieg einfahren konnte.

So kam es, wie schon in der Saison 2009/10, zu einem Aufstiegsrelegationsspiel mit dem Tabellenzweiten aus der Südstaffel. Der SV Nendorf agierte dabei auf der Sportanlage des TSV Eystrup sehr defensiv. Die Rodewalder konnten ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. So fiel überraschend durch einen verwandelten Handelfmeter das 0:1. Diesem Spielstand konnten die grün-weißen auch in der zweiten Spielhälfte nicht drehen. Nun hieß es auf den Landesberger SV zu hoffen, der sich als Kreisligazweite in der Bezirksrelegation durchsetzen wollte. Aber auch der LSV verlor das entscheidende Spiel durch einen Elfmeter.

Dem SSV war aber das Glück hold. Der LSV stieg als bester Gruppenzweite der vier Bezirksrelegationsstaffeln in den Bezirk auf. Dadurch konnten die Rodewalder den frei werdenden Platz in der Kreisliga einnehmen. Am Ende war es ein glücklicher, aber auf Grund der gezeigten Leistungen auch ein verdienter direkter Wiederaufstieg in die Kreisliga.